Der Countdown läuft, die Bundeschampionate in Warendorf rücken ins Visier der Züchter und Reiter. Es läuft gut für die Trakehner, insbesondere der Buschnachwuchs hat sich bei ersten Starts überzeugend profiliert. Die bis Redaktionsschluss bereits qualifizierten Trakehner stellt Ulrike Sahm hier kurz vor – in der Hoffnung, dass in den kommenden Ausgaben weitere Qualifikanten mit Elchschaufel folgen.
Fünfjährige Vielseitigkeitspferde
Der fünfjährige Hakuna matata von Cavallieri xx aus einer Mutter von Tarino (Z./B.: Andrea Müller) zeigte bereits im vergangenen Jahr seine vielseitigen Talente und sammelte zahlreiche Schleifen. 2008 erstmals turniermäßig eingesetzt, platzierte er sich unter anderem in Kreuth und Hannover und konnte seine erste Saison mit einem überragenden Sieg im Projekt Nurmi (WN 10 im Gelände) abschließen. 2009 wurde er zunächst erfolgreich in Springpferdeprüfungen der Klasse L eingesetzt, bevor er als einer der ersten schon Ende April die Qualifikation für das Bundeschampionat in der Tasche hatte. Mit einer 8,3 in Pennigsehl, einer 8,2 in Warmeloh und dem zweiten Platz in einer VA sicherte er sich souverän das Ticket nach Warendorf. Der von Kaddur Kelkha vorgestellte Wallach unterstrich seine hervorragende Form mit dem zweiten Platz und einer 8,6 in der Geländepferde A in Valluhn.
Die fünfjährige St.Pr. u. Pr.St. Cara Feliz von Heraldik xx - E.H. Consul (Z.: Renate Hagen/B.: Curtis-Hof GmbH) konnte bereits bei ihrer Eintragung als beste Halbblutstute in Niedersachsen-Hannover ausgezeichnet werden und war Spitzenpferd bei der Stutenauktion anlässlich des Trakehner Hengstmarktes 2007. Cara Feliz ist seit Beginn 2009 in Ausbildung bei Janet Wiesner und konnte sich schon jetzt für das Bundeschampionat der Vielseitigkeitspferde qualifizieren: Mit einem Sieg in einer Geländepferdeprüfung Klasse A, einem zweiten Platz in einer Geländepferdeprüfung Kl. L sowie dem Sieg in einer Kombinierten Prüfung unterstrich die Stute ihre sportlichen Ambitionen. Abgerundet werden diese Qualifikationsergebnisse durch weitere Platzierungen in Dressurpferde-, Springpferde- und Geländepferdeprüfungen sowie Platzierungen in der Vielseitigkeit Klasse A und in Eignungsprüfungen.
Aus dem Gestüt Gorlo kommt ein weiterer Busch-Aspirant, der vielen Trakehner Freunden von der Frühjahrskörung 2007 noch in guter Erinnerung sein dürfte: Der großrahmige Askar AA-Sohn Vergo Go a.d Veronika v. Hamlet Go bestach damals gleichermaßen durch Springvermögen wie durch besonders gute Grundgangarten, wurde jedoch aufgrund seiner Jugendlichkeit vorläufig nicht gekört. Im Beritt der bekannten Vielseitigkeitsreiterin Vanessa Hölscher-Bölting beschreitet er jetzt den gleichen Karriereweg wie sein Vater Askar AA und qualifizierte sich bei seinen ersten Starts in Geländepferdeprüfungen mit einem Sieg (WN 8,4) und einer Platzierung (7,7) sowie der erforderlichen Platzierung in einer Vielseitigkeit Kl. A auf direktem Weg für Warendorf.
Dass die Nachkommen aus dem schmalen Stamm der Alraune vielseitig sind, zeigt sich deutlich an den S-Springpferden Allenstein und Altenbach sowie den bis S erfolgreichen Dressurpferden Athene und Alpina. In der Sanssouci-Nerv Tochter Altina aus der Zucht von Susann Petzold vereinen sich diese Talente, wie sie mit ihrer Qualifikation zum Bundeschampionat des fünfjährigen Vielseitigkeitspferdes eindrucksvoll beweist. Die dunkelbraune Stute sicherte sich unter Antje Schöniger neben zwei Platzierungen in Geländepferdeprüfungen der Klasse A auch einen hervorragenden fünften Platz in einer Vielseitigkeitsprüfung der Klasse A und damit die Fahrkarte nach Warendorf.
Gandalf VA ist ein Sohn des Konvoi und der Vollblutaraberstute Ghani bint Khaled ox. Er ist gezogen und im Besitz von Melitta Burger und wird im bayerischen Mailham von Miriam Bray ausgebildet und gefördert. Bereits bei der Körung des VZAP in Aachen machte die lackschwarze Schönheit auf sich aufmerksam, als er mit dem Titel des Gesamtsiegers die Körung verließ. Der großrahmige Rappe absolvierte 2007 als jüngster Teilnehmer seine Hengstleistungsprüfung in Marbach und wechselte 2008 in den Beritt zu Miriam Bray. Bei drei Starts in Geländepferdeprüfungen der Klasse A wurde er in der laufenden Saison dreimal mit Noten über acht bewertet und sicherte sich damit souverän den ersten Teil der Qualifikation zum Bundeschampionat. Eine Platzierung in einer Vielseitigkeitsprüfung der Klasse A Ende Mai machte die Qualifikation komplett.
Die bayerischen Geländepferdeprüfungen brachten einen weiteren Qualifikanten: Graf Georgenburg von Handryk und der Grossist-Tochter Gondola III sicherte sich ebenfalls das Ticket zum Bundeschampionat. Der hellbraune Wallach aus der Zucht von Peter Kunath wurde von seinem Besitzer John Meinen durch zwei hohe Platzierungen in Geländepferdeprüfungen sowie den sechsten Platz in einer Vielseitigkeitsprüfung der Klasse A auf den sicheren Weg nach Warendorf gebracht.
Aus Trakehner Sicht ist es besonders schön, dass nach dem Verkauf des ehemaligen Bundeschampions Seacookie TSF aktuell wieder viele Pferde mit dem Elchschaufelbrand im Stall von Ingrid Klimke stehen und ihre vielseitige Ausbildung genießen dürfen. Noch schöner ist es, dass einer davon in diesem Jahr mit Ingrid Klimke zum Bundeschampionat fahren darf: der aus der Zucht und im Besitz von Marion Gottschalk stehende Parmenides von Sir Chamberlain aus einer Mutter von Habicht. In vorbildlicher Manier und auf gradem Weg sicherte sich der erfolgreiche Wallach die Startberechtigung für die Deutschen Meisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Warendorf. Durch einen Sieg und Platzierungen in Geländepferdeprüfungen der Klassen A und L sowie einen hervorragenden vierten Platz in einer Kombinierten Prüfung ist ihm die Qualifikation nicht mehr zu nehmen.
Die besondere Vielseitigkeit der Ausbildung zeigt außerdem die „nächste“ Qualifikation: der bereits häufiger in Springpferdeprüfungen erfolgreiche Sohn des Sir Chamberlain platzierte sich mit seiner Reiterin und der Wertnote 8,1 in einer Springpferdeprüfung der Klasse M an zweiter Stelle, wodurch er sich auch für das Bundeschampionat des deutschen Springpferdes qualifizieren konnte.
Fünfjährige Dressurpferde
Donaugold, der Reservesieger der Körung 2006, der Anfang des Jahres aus dem Besitz der Familie Pidgley auf den Hof Kasselmann wechselte, zeigte anlässlich der Bundeschampionatsqualifikation in Bremen – Schimmelhof eindeutig, dass er zu einem ansprechenden Dressurpferd herangereift ist. Unter dem erfahrenen Championatsreiter Dr. Ulf Möller siegte der imposante Fuchs von Distelzar – Sokrates aus der Zucht von Gudrun Wahler mit einer 8,4 in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse L und sicherte sich so durch einen Start-Ziel-Sieg die Qualifikation zum Bundeschampionat des fünfjährigen Dressurpferdes 2009. Bei der Bundeschampionats-Sichtung in Hagen a.T.W. erreichte der Fuchshengst in der Dressurpferdeprüfung Kl. L unter Caroline Meriaux mit der WN 8,1 Platz 3.
Die Reservesiegerin der Zentralen Stuteneintragung in Niedersachsen 2007, Skyline von Connery aus einer Consul-Mutter (Z.: M. Beining/B.: Christina Lebens), sicherte sich ebenfalls die Qualifikation zum Bundeschampionat des fünfjährigen Dressurpferdes 2009. Unter Christina Lebens holte sich die dunkle Schönheit in Berlin mit dem dritten Platz und einer 8,0 in der Dressurpferdeprüfung der Klasse L das Ticket nach Warendorf.
Sechsjährige Dressurpferde
Herzensdieb, eindrucksvoller und bewegungsstarker Siegerhengst der Körung 2005, hat die Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften der sechsjährigen Dressurpferde ebenfalls in der Tasche. Unter Steffen Frahm begeisterte der in Dorum bei Jens Meyer aufgestellte Sohn des Tambour aus einer Tivano-Mutter (Z.: Gestüt Panker/B.: David Leatherdale) in Prussendorf die Richter und belegte in einer Dressurpferdeprüfung der Klasse M mit einer 8,0 den dritten Platz.
Hirtentanz und Herzog sind ebenfalls qualifiziert (siehe nächste Seiten).
Imke Eppers
Karrierestart nach Maß
Der Titel des Herzogs war in früheren Zeiten mit einer Vorbildfunktion verbunden, sein Träger sollte im Idealfall sein Haus vorbildlich führen und repräsentieren. Seit seinem ersten Auftritt auf öffentlichem Parkett macht der nun sechsjährige gekörte Tambour-Sohn Herzog seinem Namen alle Ehre.
Die Elmarshausener Stammstute HERZOGIN genießt nicht nur bei ihrer Besitzerin Dr. Elke Söchtig eine besonders hohe Wertschätzung, auch bei den Gestütsmitarbeitern nimmt sie eine zentrale Position inmitten der vielköpfigen Mutterstutenherde des Gestüts ein – dies vor allem aufgrund ihres lupenreinen Interieurs und ihrer ausgewogenen Charaktermerkmale.
Das dunkelbraune Hengstfohlen, das sie am 3. März 2003 zur Welt brachte, war typisch für die Vererbung der Inkognito-Tochter: Im Habitus eher schlicht, im Ganzen mehr auf Understatement bedacht als auf Strahlemann. Recht solide, so hätte ihn ein erfahrener Pferdemann beurteilt. Die Mutter hat sich auch aufgrund der qualitätvollen Reitpferdeeigenschaften ihrer Nachkommen, die sich durchweg als leistungsbereit in vielseitiger Veranlagung darstellen, außerordentlich bewährt.
Aus der Zeit der Aufzucht des kleinen Herzog ist nichts Spektakuläres zu berichten. – Höchstens, dass er es den Gestütsmitarbeiterinnen zu verdanken hat, zur Vorauswahl der Hengstkandidaten vorgestellt zu werden. Sie wollten nicht einsehen, wenn Elmarshausen nicht in Neumünster vertreten wäre. Kurzerhand wurde der schlaksige Jüngling recht zeitnah zum festgesetzten Termin von der Koppel geholt und in mehr oder weniger üppiger Weidekondition der Kommission, der auch die an Tadel nicht geizende Zuchtleitung angehörte, vorgestellt.
Zunächst Reservist, rückte er dann auf die Köraspiranten-Liste. Sein eindrucksvoller Auftritt in vornehmen Manieren adelte den Tambour-Sohn dann endgültig. Von Tag zu Tag steigerte er sich in seiner Form: „Ein besonders reeller Junghengst, sehr praktisch in der Dreiteilung des Körpers und ausgestattet mit großen Gelenken. Herzog bewegt sich mit viel Ehrgeiz und Schwungentfaltung im Trab und Galopp, dabei stets nervenstark und abgeklärt. Viel Vermögen und Leistungsbereitschaft beim Freispringen.“ So lautete der Kommentar auf dem Endring der Gekörten.
Die für die Vererbung seiner Mutter typische hohe Reitqualität und großes Leistungspotential stellte Herzog spätestens anlässlich seiner Leistungsprüfung unter Beweis: 2006 absolvierte er seinen 70-Tage-Test in Marbach. Er siegte im Springen mit 136, 57 Punkten und belegte in der Dressur hinter seinem Boxennachbarn Kasimir den 2.Platz. Das bedeutete Siegerhengst der Prüfung mit 124,36 Punkten in Leistungsklasse I.
Die Hengststation Elmarshausen konnte ihn entbehren, denn Vater TAMBOUR ist dort dominierender Mitbewerber und auch die mütterliche Familie ist in dortiger Zucht zahlreich vertreten. Seine Züchterin zog einen sportlichen Einsatz in Erwägung. Gisela Gunia, Beraterin des Gestüts und Freundin des Hauses, schlug Elmar Lesch vor. Der international erfolgreich reitende Pferdemann stimmte zu, aber unter der Bedingung, den Hengst 6 Wochen von einer Mitarbeiterin Probe reiten zu lassen. Die Frist wurde nicht eingehalten, denn bereits nach kurzer Zeit kam der Anruf, der Hengst könne bleiben, sein Beritt und die Turniervorstellung wurde zur Chefsache erklärt. Es folgten Siege und Platzierungen in ersten sportlichen Prüfungen und die Platzierung beim Finale des Bundeschampionats der 5-jährigen Vielseitigkeitspferde. Vor allem im Gelände punktete der Sohn der Herzogin durch vorbildliche Galoppade, überlegene Technik am Sprung, durch Mut und große Leistungsbereitschaft!
Nach der Winterpause ist der Sechsjährige inzwischen zu einem vorbildlichen Botschafter seiner Zuchtstätte und seiner Rasse avanciert. Seit dem 23. März hat er wieder seine Box im Stall Lesch bezogen. 5 Geländepferdeprüfungen Kl. L sowie A- und L-Vielseitigkeitsprüfungen beendete er unter Elmar Lesch mit Sieg oder Platz. Stets waren ihm hohe und höchste Wertnoten sicher, zuletzt die 9.0 in Mechtersen.
Die Qualifikation für das Bundeschampionat der sechsjährigen Vielseitigkeitspferde ist dem Paar längst gelungen, der Hengst zu einer eindrucksvollen Sportlerpersönlichkeit herangereift.
Sein in der Arbeit mit dem Blutpferd ungemein versierter, engagierter und erfolgreicher Reiter zieht einen Start bei den Weltmeisterschaften der jungen Vielseitigkeitspferde in Betracht. Hoher (Trakehner) Adel stand auf dortigem Parkett bereits vorher im Mittelpunkt: Vielleicht folgt einem Grafen(stolz) nun der Herzog… Erhard Schulte
Er kam, sah und überraschte!
Das ist in der Geschichte der Holsteiner und Trakehner Pferdezucht wohl noch nie vorgekommen: ein Trakehner Hengst geniesst als Springpferd volle Akzeptanz bei den fachkundigen Holsteiner Züchtern, Reitern und Verbandsfunktionären!
Nicht überrascht sind die Trakehner Insider, die hatten den interessant gezogenen HIRTENTANZ von Axis aus der Herzlani von Kostolany schon bei der Körung 2005 als besten Springhengst herausgestellt. Seitdem verfolgt und bewundert die Trakehner Familie den erfolgreichen Werdegang des bei Veronika von Schöning geborenen und im Besitz von David Beattie stehenden Hengstes auf zahlreichen Turnieren oder Schauen.
Auch in der Geschichte des Bundeschampionates gab es so was wohl noch nicht. Jahr für Jahr qualifizieren sich viele Springtalente in ihren Heimatländern für die deutschen Meisterschaften der jungen Pferde in Warendorf. Dabei kommt es nur selten vor, dass es Pferde anderer Zuchtgebiete in die Platzierungslisten der holsteinischen Qualifikationsprüfungen schaffen. In diesem Jahr sah das jedoch anders aus, gleich bei der ersten Qualifikation im Rahmen der großen Tasdorfer Turniertage versetzte ausgerechnet ein Trakehner fachkundiges Publikum sowie das stark besetzte Starterfeld ins Staunen. Der auffällig gezeichnete Hirtentanz verwies mit seinem Auftritt zahlreiche Holsteiner Nachwuchspferde auf die Plätze und sicherte sich – wie bereits in DT 06|09 berichtet – mit einem grandiosen zweiten Platz in der Springpferde M sowie dem dritten Platz in einem M*-Springen das Ticket nach Warendorf. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass Hirtentanz bereits mit seinem ersten Versuch, sich für das Bundeschampionat zu qualifizieren, eine sichere Punktlandung hinlegte. Beim Holsteiner Landeschampionat zog der Hengst erneut alle Blicke auf sich. In der Einlaufprüfung – einer Springpferdeprüfung der Klasse M mit rund 100 Startern – belegte er den zweiten Platz und ließ damit nicht nur den Drittplatzierten des letztjährigen Bundeschampionats „Quentin“ hinter sich. Mit dieser hervorragenden Platzierung sicherte er sich souverän den Einzug ins Finale der 28 Besten. In dieser Spezialspringpferdeprüfung der Klasse M qualifizierte er sich mit der zweitbesten Bewertung und einer 9,1 für das abschließende Stechen.
In diesem – seinem zweiten – Stechen auf Fehler und Zeit unterlief dem vorsichtigen Hengst ein einziger Fehler, der einen hervorragenden achten Platz im Championat von Holstein jedoch nicht verhindern konnte.
Bei aller Begeisterung für das Pferd sollte man an dieser Stelle auch ein Blick hinter die Kulissen bzw. auf die Menschen werfen, die Hirtentanz seit seiner Körung begleiten und fördern. Da ist zum einen Gerard Geling, der der den lackschwarzen Axis-Sohn bereits zur Körung vorbereitete und ihn seitdem auf seiner Hengststation betreut und managt. Geling ist von den überragenden Qualitäten des Hengstes überzeugt, seit er ihn zum ersten Mal sah. „Ich habe noch nie einen Trakehner so springen sehen wie Hirtentanz“, beschreibt er das Talent des Rappen begeistert. Dabei gibt der regelmäßig mit Hengsten arbeitende Niederländer schmunzelnd zu, dass „sein“ Hirtentanz auch mal über die Stränge schlagen darf und gewisse Sonderrechte besitzt.
Die zweite Hauptperson um Hirtentanz ist sicherlich seine „Hometrainerin“ Zita Paustian, die den Hengst seit vierjährig reitet und ihm seine Grundausbildung zukommen ließ. Sie reitet den Hengst auch jetzt noch regelmäßig zwischen den Turnieren auf dem heimischen Hof, entspannt und lockert ihn und kümmert sich um sein Wohlbefinden. Dann ist da noch sein Ausbilder und ständiger Reiter Takashi Haase. Der amtierende Champion der Berufsreiter hat mit Hirtentanz seinen ersten Trakehner unter dem Sattel und schwärmt in den höchsten Tönen von ihm. „Hirtentanz hat alles, was ein modernes Springpferd braucht: Rittigkeit, super Technik und unbegrenztes Vermögen verbunden mit absoluter Leistungsbereitschaft und einer tollen Einstellung zum Sport“, beschreibt der auf internationalen Turnieren für Japan startende Haase seinen vierbeinigen Partner überzeugt. Er ergänzt: „Man merkt zwar, dass er Hengst ist, aber wenn er im Parcours ist, könnte eine Stute frei herumlaufen und er würde sich trotzdem nur auf die Sprünge konzentrieren.“
Die Ausbildung von Hirtentanz verlief kontinuierlich und unkompliziert. Durch schonenden Aufbau und überlegten Turniereinsatz hat Hirtentanz mit rund 30 Platzierungen in Spring- und Springpferdeprüfungen bis zur Klasse M – allein sechs Platzierungen in Springprüfungen der Klasse M* und M** - und der Qualifikation zum Bundeschampionat alles erreicht, was ein sechsjähriges Pferd zu diesem Zeitpunkt erreichen kann. Auf die Frage, ob er durch die Erfolge mit Hirtentanz bereits andere Trakehner angeboten bekommen habe, antwortet der sympathische Haase „Bislang noch nicht, aber ich weiß – auch wenn sich das jetzt vielleicht ein wenig arrogant anhören mag – ich hab den Besten!“ US
SUMMARY
In the beginning of September, the equine world will be visiting Warendorf in Westfalia again, where the German Equestrian Federation (FN) is based. The German Young Horse and Pony Championships (Bundeschampionate) are going to establish the best youngsters of the German riding horse and riding pony breeds in the various disciplines. The ticket to Warendorf, the qualification, is a great achievement for the young horses which might still qualify until the beginning of August. At the time of going to press, the following Trakehners have already qualified for Warendorf: 5-yr-old event horses: Hakuna matata by Cavallieri xx – Tarino, Cara Feliz by Heraldik xx - E.H. Consul, Vergo Go by Askar AA – Hamlet Go, Altina by Sanssouci – Nerv, Gandalf VA by Konvoi - Khaled el Assuad ox, Graf Georgenburg by Handryk – Grossist, Parmenides by Sir Chamberlain – Habicht. 6-yr-old event horses: Herzog by Tambour – Inkognito. 5-yr-old dressage horses: Donaugold by Distelzar- xxx, Skyline by Connery – Consul. 6-yr-old dressage horses: Herzensdieb by Tambour – Tivano. 5-yr-old show jumpers: Parmenides by by Sir Chamberlain – Habicht. 6-yr-old show jumpers: Hirtenanz by Axis – Kostolany.


